Firmenwagen-Leasing

Da die Neuanschaffung eines Firmenwagens mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden ist, favorisieren viele Firmen das Leasing, um so die Liquidität des Unternehmens zu schonen. Darüber hinaus werden die monatlichen Leasingraten als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt. Die finanzielle Belastung bleibt überschaubar (Leasing-Sonderzahlungen zu Vertragsbeginn!), gleichbleibende Monatsraten über die gesamte Vertragsdauer ermöglichen eine genaue Planbarkeit der Ausgaben.

Abhängig von den Vertragsmodalitäten kann das Leasing-Fahrzeug nach Vertragsablauf in den Besitz der Firma übergehen, muss es aber nicht. Je nach Modellform betragen beim Fahrzeugleasing die Vertragslaufzeiten zwischen zwei und vier Jahren. Grundsätzlich wird zwischen Kilometerleasing und Restwertleasing unterschieden.

• Kilometerleasing
Zu Vertragsbeginn wird eine Obergrenze an maximal zu fahrenden Kilometern festgelegt. Kommt es nach Vertragsablauf zu einer Unterschreitung dieser Obergrenze, erstattet der Leasinggeber das Geld in der Regel zurück. Wird überschritten, muss der Leasingnehmer nachzahlen – und dies kann teuer werden, unter Umständen bis zu 15 Cent pro zu viel gefahrenem Kilometer (ADAC).

• Restwertleasing
Im Unterschied zum Kilometerleasing wird hier bei Vertragsabschluss ein bestimmter Restwert festgeschrieben. Dieser bildet die Grundlage für die Kalkulation der Leasingrate. Nach Ablauf des Vertrages wird der tatsächliche Wert gutachterlich ermittelt. Ist dieser höher als zu Beginn festgelegt, erfolgt eine Rückerstattung (ca. 75% des überschießenden Wertes). Ist dieser geringer, wird eine Nachzahlung in Höhe der Differenz fällig.

• Vor- und Nachteile
Grundsätzlich ist das Restwertleasing riskanter, da schwerer planbar. Der Leasingnehmer muss bei Vertragsende für den Verwertungserlös des Fahrzeugs einstehen. Dieser ist abhängig vom Gebrauchtwagenmarkt bzw. von dessen Entwicklung während der Vertragslaufzeit – worauf der Leasingnehmer keinen Einfluss hat. Die Restwertermittlung kann darüber hinaus auch fehlerhaft ausfallen. Schlussendlich trägt der Leasingnehmer die Verantwortung für Wartung und Pflege, da kleinere Makel oder Schäden die Fahrzeugbewertung zu seinen Ungunsten beeinflussen.
All dies führt dazu, dass die Höhe der Monatsraten zwar niedriger sind als beim Kilometerleasing. Jedoch ist Kilometerleasing grundsätzlich besser kalkulierbar, Unvorhersehbarkeiten können besser vermieden werden.

Abgrenzung zur Fahrzeugfinanzierung

Beim Kauf wird der Käufer – im Unterschied zum Leasing – nicht Besitzer, sondern Eigentümer des Fahrzeugs. Wird dieses auf Kredit erworben, können die Kaufpreisraten jedoch nicht von der Steuer abgesetzt werden, denn das Fahrzeug wird mit seinem Wert über die gängige Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Zinsaufwendungen sind jedoch als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Wird das Fahrzeug verkauft, so wird der Verkauf mit Umsatzsteuer belastet, ein eventueller Veräußerungsgewinn muss ebenfalls versteuert werden.