Maschinen-Leasing

In vielen Unternehmen gehören Maschinen in unterschiedlichster Art und Weise zum Betriebsablauf. Eine Investition in eine oder mehrere, oftmals hochwertige Aggregate ist aufwendig. Und selbst gebrauchte und in ihrer Funktion einwandfreie Maschinen sind häufig noch relativ teuer. Maschinenleasing als Finanzierungsalternative schont Ihr Eigenkapital und bewahrt Ihre Liquidität.

Der Leasingnehmer mietet gegen eine vertraglich vereinbarte Leasingrate für einen definierten Zeitraum vom Leasinggeber eine Maschine (Anlage/Aggregat). Durch die Schonung des Eigenkapitals bleiben Bonität und Liquidität erhalten und ermöglichen eine erhöhte Planungssicherheit (konstante Leasingraten über die gesamte Vertragslaufzeit). Zudem bringt Maschinen-Leasing auch steuerliche Vorteile: Die Leasingraten werden als Betriebsausgaben verbucht und steuerlich abgesetzt. Die Maschine verbleibt im Eigentum des Leasinggebers und muss folglich nicht als Anschaffung in der Bilanz des Leasingnehmers aufgeführt werden (keine Auswirkungen auf die Bonität).

Die Kosten für geleaste Maschinen entstehen nur im Umfang der zuvor kalkulierten Nutzung. Eine geleaste Maschine finanziert sich über die Nutzungsdauer hinweg quasi von selbst. Denn die Leasingraten werden parallel zu den Einnahmen entrichtet („Pay-as-You-Earn“). Dieser Umstand ist insbesondere bei sehr hochwertigen Anlagen wichtig, wenn man ihn mit einer Investition aus Eigenkapital oder durch Darlehensaufnahme vergleicht. Darüber hinaus ist ein permanenter Zugang zu neuesten Technologien gewährleistet, was sich wiederum positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Auch gebrauchte Maschinen können geleast werden. Diese haben geringere Anschaffungskosten, somit auch niedrigere Leasingraten. Jedoch entsprechen sie unter Umständen nicht mehr den
neuesten technischen Standards. Darüber hinaus ist auch bei guter Wartung und sorgsamer Behandlung mit einer höheren Reparaturanfälligkeit zu rechnen. Diese wirtschaftlichen Risiken trägt in der Regel der Leasingnehmer; Abhilfe kann ein zusätzlicher Wartungs- und Reparaturvertrag schaffen. Alle sonst beschriebenen Effekte (Steuer, Bonität und Liquidität) behalten auch hier ihre Gültigkeit.

Es ist daher stets anhand des Maschineneinsatzes zu prüfen, ob eher eine neue oder eine gebrauchte Maschine mehr Sinn macht. Genauso wie bei neuen Maschinen ist auch bei gebrauchten ein eingehender Preisvergleich anzuraten. Der Handel mit gebrauchten Aggregaten ist auch bei Herstellern üblich. Deren Preise liegen zwar vergleichsweise „oben“, werden jedoch vor Abschluss eines Leasingvertrags durch Experten des Herstellers geprüft und gewartet.