Private Altersvorsorge

Betrachtet man als Arbeitnehmer heute seine spätere gesetzliche Rente (Rentenbescheid), wird schnell klar, dass diese im Alter nicht ausreichen wird. Um zusätzlich für das Alter vorzusorgen oder Geld gewinnbringend für später anzulegen, gibt es unterschiedliche Angebote für alle Bedürfnisse und jeden Geldbeutel. Grundsätzlich gilt: Je früher man mit der privaten Altersvorsorge beginnt, desto geringer können die Sparbeiträge sein. Dies liegt an zwei Faktoren: der langen Ansparphase und dem Zinseszinseffekt. Durch das Zusammenwirken dieser beiden Effekte erreicht man auch mit kleinen Beträgen ein ansehnliches Kapital.

Es sind stets die persönlichen Lebenssituationen und die individuellen Lebensziele, von denen die gewählte Form der privaten Vorsorge abhängt. In aller Regel macht’s die Mischung – die breite Streuung auf unterschiedliche Varianten. Beispielsweise existieren mehrere staatlich geförderte Altersvorsorgesysteme. Ferner können – je nach Risikobereitschaft – Investitionen in Wertpapiere oder in Wohneigentum bzw. Immobilienvermögen empfohlen werden.

Auch die private Rentenversicherung in ihren unterschiedlichen Ausgestaltungen – z.B. klassisch oder fondsgebunden – ist eine mögliche Säule der privaten Altersvorsorge. Sie kann entweder gegen laufende Beiträge oder einen sofortigen Einmalbetrag finanziert werden. Mischformen, wie etwa laufende Beiträge plus Sonderzahlungen, sind ebenfalls möglich. Viele Versicherer gestatten mittlerweile, dass aus dem bereits angesparten Guthaben Vorab-Entnahmen, beispielsweise bei kurzfristigem Geldbedarf, getätigt werden können.

Die private Rentenversicherung gilt somit – gerade in Niedrigzinsphasen – durchaus als innovative und flexible Geldanlage in der längeren Frist. Sie ist vor allem deshalb sinnvoll, weil sie eine in ihrer Höhe garantierte Rentenzahlung bis zum Lebensende leistet. Dadurch schließt sie die ziemlich sichere Einkommenslücke im Alter. Diese Lücke entsteht deshalb, weil selbst bei längstmöglicher Lebensarbeitszeit und höchstmöglicher Einzahlung weniger als 50 Prozent des letzten Lohns als gesetzliche Rente gezahlt werden. Tendenz fallend!

Eines steht daher fest: Ganz ohne private Altersvorsorge können weder Beamte noch Angestellte und auf gar keinen Fall Selbständige ihren Lebensstandard im Rentenalter halten. Deshalb ist es wichtig, sich grundsätzlich um eine private Altersvorsorge zu kümmern. Daher sollte als Ergänzung zur gesetzlichen oder berufsständischen Rentenversicherung, der Pension oder einer betrieblichen Altersvorsorge der Abschluss einer zusätzlichen privaten Rentenversicherung in Erwägung gezogen werden.